Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
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Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Gasmotorwärmepumpen im Rahmen des EEWärmeG

Das EEWärmeG soll eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung ermöglichen.
Aus diesem Grund werden drei Ziele verfolgt:

  • Interessen des Klimaschutzes
  • Schonung fossiler Ressourcen
  • Minderung der Abhängigkeit von Energieimporten

Dadurch sollen bis 2020, 14% der Wärme in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen. (Stand 2008 = 6,6%)

Wann tritt das Gesetz in Kraft?

Ab 01.01.2009 und gilt für alle, ab diesem Datum gestellten Bauanträge

Wie soll das umgesetzt werden?

Eigentümer werden zur Verwendung von erneuerbaren Energien verpflichtet und die Einbindung von erneuerbaren Energien oder die Anwendung von Ersatzmaßnahmen wird gesetzlich festgelegt.

Was sind erneuerbare Energien?

  • Wärme aus Luft oder Wasser (Luft-Wasser oder Wasser-Wasser Wärmepumpen)
  • Wärme aus dem Erdboden (Geothermie)
  • Solarstrahlung (Fotovoltaik, Solarthermie)
  • Biomasse (Pelletheizung, Holzvergasung)

Es können aber auch Ersatzmaßnahmen, wie Kraft-Wärme-Kopplung, verbesserte Dämmung oder Nahwärmeversorgung angesetzt werden.

Was muss gemacht werden?

Der Anteil an erneuerbaren Energien zur Deckung des Wärmeenergiebedarfs muss erhöht werden!
Zum Wärmeenergiebedarf zählen:

  • Wärmebedarf für Heizung und Trinkwarmwasser
  • Kältebedarf für Kühlung !!!!

Insofern spielt eine Gaswärmepumpe die Vorteile auf beiden Seiten aus, da durch Ihre Verwendung der regenerative Anteil auf der Heiz- und der Kühlseite angerechnet werden kann.

Möglichkeiten die Anforderungen zu erfüllen:

  1. Wärmepumpen oder Biomasse:
    > 50% Anteil am Wärmeenergiebedarf
  2. Einsatz von Biogas:
    > 30% Anteil am Wärmeenergiebedarf
  3. Einsatz von Bioöl:
    > 50% am Wärmeenergiebedarf
  4. Solarenergie:
    > 15% am Wärmeenergiebedarf
    (bei Wohngebäuden bis zu 2 Wohnungen: 4% der beh. Nutzfläche als Kollektorfläche)
    (bei Wohngebäuden > 2 Wohnungen: 3% der beh. Nutzfläche als Kollektorfläche)

oder Ersatzmaßnahmen wie:

  1. Kraft-Wärme-Kopplung
    > 50% Anteil am Wärmeenergiebedarf
  2. Dämmung am Gebäude
    > 15% besser als ENEV gefordert
  3. Nahwärmenetz
    > 50% am Wärmeenergiebedarf aus Kraft-Wärme-Kopplung oder Abwärme
  4. Abwärme
    > 50% Anteil am Wärmeenergiebedarf aus Abwärme

Durch die Einführung des EEWärmeG wird sich der Heizungsmarkt grundlegend verändern. Die Einbindung von erneuerbaren Energien hat zur Folge, dass ein klassisches Heizsystem, bestehend aus nur einem Heizkessel, praktisch ab dem Jahre 2009 nicht mehr auszuführen ist.

Sinn und Zweck dieser Novelle ist es, Primärenergie einzusparen. Dies gibt modernen Heizsystemen verstärkt die Chance zum Einsatz zu kommen. Es hat aber auch eine äußerst positive Wirkung für den Nutzer, denn dieser profitiert nunmehr von den energiesparenden Eigenschaften dieser Technologien, und kann dauerhaft, auch bei steigenden Energiepreisen, sein Gebäude kostengünstig bewirtschaften.

Besonders die Gaswärmepumpen stehen im Fokus des EEWärmeG. Durch den primärenergetischen Antrieb in Kombination mit der Wärmepumpenfunktion erfüllen Sie die hohen Anforderungen der neuen Gesetzgebung. Eine vorausgesetzte Jahresarbeitszahl (JAZ) von 1,2 ist keine Hürde für diese Technik, da die Geräte sogar eine gemittelte JAZ von 1,39 im Heizbetrieb aufweisen.

Insbesondere durch die kostengünstige Installation und die Monovalenz der Geräte stellen Sie eine überragende Systemtechnik dar. Ebenfalls positiv ist die implementierte Kühlfunktion der Systeme anzusehen. Der durch das Gesetz definierte Heizwärmebedarf beinhaltet auch den Energieanteil für den Kühlbedarf zur Klimatisierung eines Gebäudes. Dies bedeutet, dass die gasmotorische Kühlung ebenfalls anzurechnen ist, um eine 50% Deckung des Anteils an erneuerbaren Energien zu erreichen.

Im Allgemeinen sind die Anforderungen an die Effizienz von Wärmepumpensystemen sehr hoch angesetzt. Bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen wird bei Luft-Wasser oder Luft-Luft Systemen eine JAZ von 3,5, bei anderen Wärmepumpen (wie Geothermie) sogar 4,0 verlangt. Diese JAZ reduzieren sich bei einer zentralen Trinkwarmwasserbereitung um 0,2 Punkte. Insofern birgt jedes elektrisch betriebene Wärmepumpensystem ein hohes Risiko in sich, da diese Werte nicht ohne weiters erbracht werden können.

Gaswärmepumpen sind aufgrund Ihrer monovalenten Betriebsweise nur mit geothermischen E-Wärmepumpen zu vergleichen. Jedoch sind die installationsspezifischen Investitionen wesentlich geringer, da Gaswärmepumpen lediglich im Außenbereich aufgestellt werden müssen. Eine Geothermie dagegen verlangt teure und aufwendige Bohrungen. Ein Richtwert von ca. 1.000,- € pro gebohrtem kW Förderleistung lässt schnell erahnen, welch hohe Kosten eine Geothermie verursacht und wie groß das Einsparpotential durch die Gaswärmepumpe ist.

Hinsichtlich der anstehenden Investitionskosten ist generell zu sagen, dass die Gebäudeheiztechnik ab dem Jahre 2009 durch das vorliegenden Gesetz zunächst teurer wird. Technologien, die Betriebskosten einsparen, verlangen zunächst höhere Investitionen als konventionelle Heizkessel. Aufgrund einer hohen Effizienz und der daraus resultierenden Wirtschaftlichkeit sind diese Mehrkosten jedoch schnell wieder eingespielt.

Häufig wird in Projekten eine Kombination aus regenerativen Energien und konventioneller Technik eingeplant. Um die gesetzmäßig geforderten 50 % Wärmeenergiebedarf eines Gebäudes zu decken, ist es meist ausreichend, einen Anteil von ca. 30 % der installierten Heizleistung mit einer Gaswärmepumpe zu erbringen. Bei einer zentralen Trinkwarmwasserbereitung erhöht sich dieser Grundlastanteil auf ca. 50 %. Demnach können durch den Einsatz einer Gaswärmepumpe, Energieeinsparung, Investitionen und Betriebskosten optimiert, und größtmöglicher Nutzen auf allen Seiten erzielt werden.